Dienstag, 6. August 2019

Das Kartenhaus - Macht ist ein gefährliches Spiel von Cristina Alger

Inhalt

Genf: Als Annabel erfährt, dass ihr Ehemann bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist, ist sie am Boden zerstört. Die Umstände sind mysteriös. Was hatte Matthew, der als Banker in Genf arbeitete, in London zu tun? Wer war die junge Frau, die als einzige mit ihm in der Maschine saß? Und warum sagt Annabel niemand die Wahrheit?

Paris: Mitten in der Nacht erhält die Journalistin Marina den Anruf eines Kollegen, der sie bittet, geheime Informationen über eine Schweizer Bank zu beschaffen. Am Morgen nach dem Telefonat ist er tot. Marinas Recherchen führen zu den mächtigsten Männern der Welt und zu einem Flugzeugabsturz in den Alpen.


Meine Meinung

„Das Kartenhaus“ von Cristina Alger ist ein Thriller der Sonderklasse. Von der ersten Seite an spannend geschrieben und auch wenn auf den ersten 100 Seiten noch nicht allzu viel passiert, so ist doch ab der ersten Seite schon klar, dass der Absturz des Flugzeugs, in dem Annabels Ehemann saß, kein Unfall war.

Der Schreibstil der Autorin ist großartig, locker und schnell zu lesen. Vieles wird genau beschrieben, ohne sich dabei jedoch in den Details zu verlieren. So hat man als Leser das Gefühl, als wäre tatsächlich jedes Wort für den weiteren Verlauf der Handlung wichtig. Und das ist dann auch tatsächlich so. Keine Beschreibung erscheint mir im Rückblick unwichtig oder zufällig.

Zu den Charakteren: Annabel und Marina sind mir beide auf Anhieb sympathisch gewesen und ich habe mit beiden mitgefiebert, während jede für sich ihren ganz eigenen Weg einschlug und nachforschte. Die beiden waren sehr glaubwürdig konstruiert und auch die jeweiligen Hintergrundgeschichten kamen im Verlauf des Lesens langsam zum Vorschein. Aber auch die Nebencharaktere fand ich gut gelungen. Jeder davon wirkte auf ganz eigene Weise glaubhaft und lebendig. Wenngleich hier nicht ganz auf Klischees verzichtet wurde, so waren sie doch sehr passend zum Drumherum gewählt sowie sparsam und gezielt eingesetzt.

Die Handlung selbst wird überwiegend abwechselnd von Annabel und Marina erzählt und wechselt mit den beiden immer wieder mal den Handlungsort. Dies sorgt, neben den immer gefährlicher werdenden Nachforschungen der beiden, zusätzlich nochmal als Spannungsverstärker für den Leser. Ich hatte mir zwar grundsätzlich etwas mehr Interaktion zwischen den beiden Frauen erwartet, war aber letztlich mehr als zufrieden mit der Entwicklung der Geschichte.

Besonders das Ende war in mancher Hinsicht dann auch nochmal überraschend und das einzige Manko für mich war hier, dass es dann etwas schnell ging, verglichen mit dem allmählichen anziehen der Spannung über die ersten 300 Seiten. Insbesondere hätte ich gern ein bisschen mehr über den Aufenthalt auf der Isla Alma erfahren. Leider kann ich hierauf nicht näher eingehen, da ich zukünftigen Lesern nicht einen Teil der Spannung nehmen möchte.


Mein Fazit

Ein Finanzthriller, der hält was er verspricht und für absoluten Lesegenuss sorgt. Ich kann euch das Buch wirklich wärmstens empfehlen!




Gesamtbewertung ★★★★★

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