Donnerstag, 19. April 2018

Paranoia von Patricia Cornwell

Inhalt

Während Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta einen Tatort untersucht, geht auf ihrem Handy ein Video ein. Als sie es abspielt, traut sie ihren Augen nicht. Der Clip zeigt ihre Nichte Lucy bei einer schweren Straftat. Und es folgen weitere Videos. Um ihre Familie zu schützen und ihrer Nichte zu helfen, darf Scarpetta sich niemandem anvertrauen. Auf sich allein gestellt, wird sie schon bald mit einer grausamen Mordserie konfrontiert, die einen bösen Verdacht bestätigt – ein totgeglaubter Feind aus ihrer Vergangenheit treibt ein abgründiges Spiel mit ihr.


Meine Meinung

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie gut mir dir Bücher von Patricia Cornwell früher gefallen haben.
Spannend und flüssig geschrieben und mit einer richtig tollen Protagonistin in Form von Dr. Kay Scarpetta. Irgendwie ist diese Reihe dann trotzdem in den letzten Jahren von meinem Radar verschwunden und als ich dann auf dieses Buch aufmerksam wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. In Erwartung einer interessanten Geschichte habe ich mich also mit einem Kaffee und dem Buch auf die Couch gekuschelt und dann kam leider sehr schnell die große Enttäuschung.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal etwas derart Langweiliges und Sinnfreies gelesen habe. Die Handlung zieht sich bis ins unendliche und ist gestreckt mit nutzlosen Dialogen sowie unangenehm langen Rückblicken. Der Klappentext ist bestenfalls als irreführend zu bezeichnen, denn die Mordserie mit der Dr. Scarpetta es zu tun bekommt, ist durchaus nicht neu und die sogenannte schwere Straftat ihrer Nichte ist wahrscheinlich schon verjährt.

Dass sich Kay am Schauplatz eines potentiellen Verbrechens überhaupt eine SMS ansieht, passt so gar nicht zu dem Charakter, der sie einst mal war. Und dass sich das FBI dermaßen stupide verhält ist noch schön zu lesen im Vergleich zu den Hasstiraden die die Protagonisten über das FBI von sich geben – und dass obwohl Kay´s Mann Benton doch selbst zu dem Verein gehört. Dass dieser wiederum persönlich in Fällen ermittelt, in denen seine eigene Familie zu den Gegnern gehört ist wiederum auch absolut nicht schlüssig. Denn selbst wenn dies tatsächlich seiner Art entspricht, würde normalerweise jeder Vorgesetzte Angst vor dem Vorwurf der Befangenheit haben.

Meiner Meinung nach hätte sich Miss Cornwell diesen 23sten Band völlig sparen können, da die Ereignisse darin im Wesentlichen auf etwa 100 Seiten gekürzt hätten werden können. Dann wäre es als interessante Kurzgeschichte zwischen der Reihe angenehm zu lesen gewesen.


Mein Fazit

Finger weg, das Buch ist die Zeit nicht wert, die man beim Lesen der immerhin fast 600 Seiten verbraucht.


Gesamtbewertung ★✰✰✰✰

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