Dienstag, 21. November 2017

Das Leben einer bloggenden Leseratte - #maximaCOMEPASS


Mein Leben war schon seit frühester Kindheit vollgepackt mit Büchern – wirklich Guten, aber auch Schlechten und mit allem dazwischen. Freizeit – zumindest ohne Bücher - war also schon immer etwas knapp bemessen. Und als ich dann auch noch auf die Idee kam, über das zu schreiben, was ich lese, wurde diese Zeit noch weniger.

 
Eine Rezension zu schreiben ist für mich immer ein längerer Prozess.
Ich habe keinen Standard-Aufbauplan, keine gewisse Reihenfolge von Fakten, die ich aufzähle. Ich denke, dass genau dadurch jeder einzelne Post umso deutlicher zeigt, was mich am jeweiligen Buch bewegt hat. Wenn ich dann gerade beim Schreiben bin und ich bekomme eine WhatsApp Nachricht oder werde angerufen, dann wird das Handy einfach ignoriert. Und es ist schon öfter vorgekommen, dass ich mich seither zu einem Treffen mit Freunden verspätet habe. Weil ich jene Rezension noch eben fertig schreiben oder meine Gedanken zum gerade fertig gelesenen Buch noch kurz zusammenfassen wollte.

Meine Freunde sind da grundsätzlich verständnisvoll. Allerdings wurde ich inzwischen von allen gefragt warum ich das mache, wo ich doch ohnehin schon so eingespannt bin?
Früher - sogar noch vor einem Jahr - hätte mich das nicht interessiert. Wofür diesen Aufwand betreiben? Allerdings habe ich immer schon über das gesprochen, was ich gelesen habe – mit meiner ebenso Bücherverschlingenden Oma. Doch dann ist sie im Frühjahr gestorben und meine Freunde lesen allesamt viel weniger als ich. Überhaupt sind diese auch bei weitem nicht so buchverrückt wie ich es bin.



In der ersten Zeit nach ihrem Tod habe ich dann alles in mein Tagebuch geschrieben, was ich sonst ihr erzählt hätte. Und nachdem der erste Schock überwunden war, dachte ich mir, warum nicht einfach einen Blog anfangen? Über das schreiben was uns am meisten verbunden hat – über Bücher.

Und wie sich herausgestellt hat, es ist großartig. Ich freue mich über jeden Kommentar und jeden Follower. Es macht mich glücklich zu sehen, dass da draußen Menschen sind, die sich dafür interessieren, was ich schreibe. Das gibt mir ein bisschen was von dem Gefühl zurück, dass ich so sehr vermisst habe.


In diesem Sinne: Danke meine lieben Leser! Dieser Blog bedeutet Arbeit, aber die Tatsache, dass er gelesen wird, gibt mir so viel mehr zurück.

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