Sonntag, 1. Oktober 2017

Blutroter Frost von Meredith Winter



Inhalt

Julie, 35, Anästhesistin, will sich mit einer eigenen Tageschirurgie selbstständig machen. Doch sie wird unwissend Mitglied einer Leichenteilmafia, welche beabsichtigt, ihren OP, als Sektionssaal zu nutzen. Zu verdanken hat sie dies ihrem Exfreund Benjamin, der sich als Makler ausgibt und durch sein erneutes Liebeswerben vorhat, sich Zugang zu ihrer Praxis zu verschaffen. In die Quere kommt ihm dabei Spencer, der neue Freund von Julie. Und er ist beizeiten nicht der Einzige, nach dessen Leben die Leichenteilmafia trachtet ...


Meine Meinung

Hier haben wir einen Ladythriller, der zu ungefähr 15% Thriller und 85% Liebesgeschichte besteht. Ich fand das Buch gut, allerdings hatte ich mir aufgrund der Inhaltsangabe mehr Spannung erwartet, insbesondere da der Leichenteilmafia, die in der Inhaltsangabe erwähnt wird, im Buch gefühlt nur ein paar Absätze gewidmet wurden.

Die zentrale Handlung stellt die Liebesgeschichte zwischen Julie und Spencer da, die durchaus authentisch wirkt und überzeugt, was vor allem dem guten Einfühlungsvermögen der Autorin in ihre Charaktere zu verdanken ist. Traurig fand ich jedoch die Reaktionen von Julies sogenannten Freunden, die allesamt negativ auf ihre neue Beziehung reagieren. Natürlich ist es etwas ungewöhnlich, dass die erfolgreiche Ärztin mit einem Mann zusammen ist, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, aber echte Freunde sollten sich trotzdem erst ein Bild von dem Menschen machen, bevor sie über ihn urteilen.

Ich fand das häufige, emotionale Hin und Her der beiden jedoch ab einem gewissen Punkt etwas zu viel des Guten und den Gedächtnisverlust von Julie im späteren Teil hätte man getrost weglassen können, da dieser auch für die weitere Handlung nicht wirklich von Bedeutung.

Der Schreibstil war auch in diesem Buch wieder sehr angenehm und locker und auch der Perspektivenwechsel war gut durchdacht. Ich muss jedoch sagen, dass auch diesem Buch ein motivierterer Lektor nicht geschadet hätte. Positiv anmerken möchte ich noch, dass die medizinischen Details gut recherchiert gewirkt haben und dadurch auch ein gewisses Mehr an Authentizität gewonnen werden konnte.


Mein Fazit

Ein lesenswertes Buch, das nicht ganz so viel Spannung bietet, wie der Klappentext verspricht, dies aber durch den flüssigen Schreibstil der Autorin jedoch wiedergutmacht.



Gesamtbewertung ★★★✰✰

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen