Donnerstag, 15. Juni 2017

Dreizehn Wünsche für einen Sommer von Morgan Matson


Inhalt

Emily kann es nicht glauben. Zu Beginn der Sommerferien ist ihre beste Freundin Sloane verschwunden, einfach so. Keine Erklärung, kein Abschied, nichts. Das einzige Lebenszeichen, das Emily ein paar Tage später erhält, ist ein Brief mit einer merkwürdigen To-do-Liste. Da es das Einzige ist, was ihr von Sloane bleibt, macht sie sich daran, die Dinge auf der Liste abzuarbeiten. Äpfel pflücken in der Nacht? Kein Problem. Tanzen bis zum Morgengrauen? Klar, warum nicht. Einen Fremden küssen? Nacktbaden? Moment mal … 
Schnell wird Emily klar, dass Sloanes Liste sie ganz schön herausfordert. Doch als ihr unerwartet der gut aussehende Frank zu Hilfe kommt, steht ein unvergesslicher Sommer bevor …


Meine Meinung

Ich empfand dieses Buch von Morgan Matson wirklich als tolle Sommerlektüre. Ihr Schreibstil ist angenehm flüssig und die Geschichte ist in der Ich-Perspektive von Emily geschrieben und enthält ein paar Rückblenden, welche durch eine andere Schriftart deutlich gekennzeichnet sind und sehr gut in die Handlung eingearbeitet sind. Das Cover fand ich sehr ansprechend, allerdings konnte ich rückblickend den Bezug zur Handlung nicht wirklich finden.

Das erste Kapitel des Buches fand ich etwas langatmig, was wohl einfach daran liegt, dass es hier auf fast 50 Seiten nur darum geht, dass sich Emily ohne ihre beste Freundin nur wie ein halber Mensch fühlt und in der Verzweiflung fast untergeht. Dann bekommt sie jedoch mit der Post eine Liste von Sloane und die Handlung nimmt endlich an Fahrt auf, als Emily sich entschließt, alle Punkte dieser Liste zu erfüllen. 

Dabei lernt Emily neue Freunde kennen und entwickelt von Kapitel zu Kapitel mehr Selbstbewusstsein und beginnt auch ihre Ängste zu überwinden. Diese Entwicklung ist wirklich schön zu lesen und die Charaktere wachsen dem Leser dabei immer mehr ans Herz. Wobei hier besonders zu erwähnen ist, dass auch alle Nebencharaktere mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet wurden und sehr sympathisch erscheinen, allen voran Emilys Eltern.

Das Einzige was mich etwas gestört hat war, dass am Ende die Auflösung von ein paar Fragen fehlte.  Allerdings passt das auch irgendwie zum Buch, da es sich um eine Geschichte handelt, die tatsächlich aus dem Leben gegriffen sein könnte.

Ich fand dieses Buch sehr unterhaltsam und kann es nur weiterempfehlen.

Und hier noch für alle Neugierigen die vollständige To-Do-Liste die Emily erfüllen soll:
  1. Einen Fremden küssen
  2. Nackt baden
  3. Etwas klauen
  4. Etwas kaputt machen
  5. Penelope
  6. Reiten wie ein Cowgirl
  7. In der S. Ave. 55 nach Mona fragen
  8. Das rückenfreie Kleid kaufen und einen Anlass finden, es zu tragen
  9. Bis zum Morgengrauen tanzen
  10. Ein Geheimnis im Dunklen teilen
  11. Eine Person namens Jamie umarmen
  12. Nachts Äpfel pflücken
  13. Unterm Sternenzelt schlafen


Gesamtbewertung ★★★★✰

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