Samstag, 25. Mai 2019

Rheanne - An Bord der Adlerschwinge von Anne Troja

Inhalt

Mord im Orientexpress meets High Fantasy.
Eigentlich hat die Ritterin Rheanne einen einfachen Auftrag. Sie soll ins ferne Land Genzabar reisen und dem dortigen Herrscher ein Geschenk überreichen. Doch an Bord der Adlerschwinge ereignet sich auf hoher See ein mysteriöser Todesfall. Ein Matrose ist ermordet worden, am Tatort findet sich schwarzes Blut. Rheanne beginnt zu ermitteln und findet ausgerechnet in dem attraktiven, aber geheimnisvollen blinden Passagier Cormac einen Verbündeten. Weitere brutale Morde geschehen, und Rheanne selbst gerät ins Visier des Täters. Längst ist ihr klar, dass der Mörder an Bord kein Mensch ist ...


Meine Meinung

Als ich das Buch bei meinen Recherchen zur Vorstellung der vielversprechendsten kommenden Neuerscheinungen fand, wusste ich sofort: „Das muss ich einfach lesen.“

Voller Neugier und großer Erwartungen begann ich schließlich mit der Lektüre und ich war begeistert. Der Schreibstil von Anne Troja ist einfach toll. Wunderbar locker und trotzdem spannend fließt die Geschichte dahin. Viel zu schnell war ich mit dem Buch fertig und machte dann eine überraschende Entdeckung. Die Autorin kommt aus Deutschland und eine Fortsetzung ist bereits geplant. Juhuuu.

Warum ich erwähne, dass die Autorin aus Deutschland kommt? Ganz einfach, es ist das erste Mal, dass mir ein Fantasy-Buch von einem deutschen Auto gefallen hat.

Aber zurück zum Buch. Die Protagonistin Ritterin Rheanne war mir sofort sympathisch und ist mir im Lauf der Handlung echt ans Herz gewachsen. Sie kommt authentisch rüber und hat eine schwierige Kindheit durchgestanden. Der blinde Passagier Cormac hat auch sonst so einige Geheimnisse. Er wirkt undurchschaubar, kommt Rheanne aber auch immer wieder zu Hilfe. Auch die Nebencharaktere wirken größtenteils sehr gut durchdacht und haben echte Tiefen.

Die Handlung selbst ist kurzweilig und voller Geheimnisse. Und Rheanne muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob es Dämonen tatsächlich gibt. Denn eines ist sicher, in dieser Welt scheint dem Leser fast alles möglich zu sein. Außerdem muss sie sich immer wieder neu entscheiden, ob Cormac ihr Vertrauen auch wirklich verdient hat.

Die Romanze, die sich zwischen den beiden anbahnt, wirkt abschnittsweise zwar etwas Teenie-mäßig. Bedenkt man jedoch am Ende, wie Rheanne´s Kindheit und Jugend war und Cormac´s Herkunft, dann macht es durchaus Sinn, wie die beiden sich verhalten.

Auch in ihrer Rolle als Ritterin hat Rheanne noch so einiges zu lernen, dies ist jedoch verzeihlich, da sie ja erst kurz vor dem Ablegen des Schiffs ernannt wurde. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung und wie sich die edle Ritterin darin entwickeln wird.

Ein kleines Manko war in meinen Augen die Tatsache, dass auf das Aussehen der Nebencharaktere und der Umgebung kaum eingegangen wurde und ich hätte mich gefreut, wenn ich mir die Adlerschwinge bildlich besser hätte vorstellen können. Dies ist jedoch meckern auf hohem Niveau.


Mein Fazit

Ein äußerst gut gelungenes Erstlingswerk in einem der schwierigsten Genres. Denn meiner Meinung nach zeigt sich gerade in der Fantasy, ob ein Autor wirklich Talent hat. Ich kann das Buch jedenfalls nur wärmstens empfehlen!




Gesamtbewertung ★★★★✰

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