Samstag, 1. Dezember 2018

Negerkuss von Meredith Winter

Meredith Winter
Inhalt
 
Sakita gehört zu einer der zwölftausend Menschen aus Nigeria, die nach Deutschland flohen, um der islamistischen Gewalt und dem Terror zu entkommen.
Frederik dagegen ist Deutscher, Arzt und seit zwölf Jahren angesehenes Mitglied einer rechtsextremen Partei.
Als Sakita sowie weitere Flüchtlinge in sein kleines 800 - Seelendorf einkehren sollen, protestieren die Dorfbewohner und er vehement dagegen.
Zu wichtig ist ihm der Nationalstolz, zu groß seine Aversion gegen Ausländer.
Dass dies der Anfang einer großen Liebesgeschichte werden wird, ahnt er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Dass er seine rosarote Brille nicht ewig tragen kann, auch nicht.
Eine mörderische wie politisch getriebene Hetzjagd beginnt.


Meine Meinung

Ich gebe zu, dass ich bei dieser Rezension etwas befangen bin, da ich das Buch von der ersten Szene an, als Testleserin, begleiten durfte. Daher wird dies auch keine Rezension, wie ihr sie sonst von mir gewohnt seid. Und ich gebe zu, dass ich dies nur wiederwillig schreibe. Nicht wegen dem Inhalt des Buchs, den ich gut fand, sondern weil es bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin sehr stark polarisierte. Und zwar allein schon wegen Cover und Titel. Das Cover wurde letzlich deswegen geändert. Da ich beides am Anfang noch nicht kannte, konnte ich jedoch ganz ohne Vorurteile und Erwartungen zu lesen beginnen.

Ich bin gegen Rassismus und gegen Diskriminierung und ich habe auch eine politische Meinung. Vor allem aber lebe ich nach dem Motto „Leben und leben lassen“.  Daher halte ich mich bei Diskussionen, die diese Bereiche auch nur streifen normalerweise ganz raus. Nicht weil ich meine Meinung nicht vertreten will oder so. Einfach weil ich mit meiner Zeit besseres anzufangen weiß, alszu diskutieren.

Ich persönlich hätte mich wohl nicht für diesen Titel entschieden, aber wir leben in einem freien Land. Und ich bin der Meinung, dass die Geschichte, die sich dahinter versteckt, es verdient hat, gelesen zu werden. Anders als Manche vielleicht jetzt denken, geht es hier nämlich „nur“ um zwei Welten die unterschiedlicher kaum sein könnten und dann aufeinandertreffen.

Der Inhalt ist, trotz der politischen Thematik recht neutral, da beide Seiten dargestellt werden ohne darüber zu urteilen. Und eigentlich steht sowieso die Liebesgeschichte im Vordergrund und alles Weitere dient nur als eine Komplikation für diese Romanze. Ich hoffe, dass ihr halbwegs unvoreingenommen an dieses Buch herangehen könnt, ohne gleich wegen Äußerlichkeiten ein Urteil zu fällen.


Mein Fazit

Hier handelt es sich um einen Roman, der Grenzen überschreiten und Meinungen sowie Missstände aufzeigen will. Was man als Leser dann daraus macht, und wie man das Ganze auffasst, bleibt einem dann letztlich selbst überlassen.


Hier findet ihr das Buch übrigens auf Amazon.


Gesamtbewertung ★★★✰✰

Kommentare:

  1. Du sagst, das Buch verdient es gelesen zu werden. Aber warum gibst du ihm dann trotzdem nur drei Sterne? Wegen diesem absolut rassistischen Cover denke ich mal nicht, wenn du dich da raus hältst?
    Liebe Grüße

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    1. Hallo Sarah,
      Ich gebe dem Buch "nur" drei Sterne, weil die Handlung hauptsächlich eine Liebesgeschichte ist, und dadurch nicht ganz meinen persönlichen Geschmack trifft. Mir ist es bei Büchern lieber, wenn die Liebesgeschichte nur eine Nebenhandlung ist.
      Lg Julia

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