Mittwoch, 8. August 2018

Irland Roadtrip Reisebericht Teil 2

Wie versprochen gibt’s jetzt auch noch den zweiten Teil, meines Reiseberichts. Für alle die den ersten
noch nicht kennen, ist hier der Link dazu.


Wir hätten am Ring of Kerry zwar irgendwo gerne einen Kaffee getrunken, aber irgendwie sah uns alles zu überlaufen aus. Daher fuhren wir weiter, sahen uns unterwegs noch die St. Fin Barre´s Cathedral in Cork an und machten dann erst eine Pause im The Hunted Hog in Castlemartyr, das einen unerwartet großen Gastgarten hat.

unser Zimmer im Copper Coast B&B
Gestärkt machten wir uns von dort auf den Weg zum CopperCoast B&B. Auf den ersten Blick hätte ich hier dann am liebsten die Flucht ergriffen, doch nachdem wir das Haus erstmal betreten und die Besitzerin kennengelernt hatten, waren wir beruhigt. Auch wenn die Fassade dieser Pension nicht besonders aussieht, drinnen ist alles hübsch hergerichtet und gepflegt.

Fürs Abendessen mussten wir dann allerdings eine halbe Stunde Autofahrt in Kauf nehmen, da alles Umliegende wegen June Bank Holiday geschlossen hatte. Wir landeten dann bei einem Italiener, der ganz ok war, allerdings ist es mir wesentlich lieber, im Urlaub landestypisch zu essen.

an der Coppter Coast
Als wir dann nach dem Essen zurückfuhren, beschlossen wir noch einen Strandspaziergang an der Copper Coast zu machen, die nur ein paar Minuten von unserer Unterkunft entfernt war. Wir wurden aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit mit einem fast leeren Strand belohnt und dadurch auch mit einer überwältigenden Stimmung.

Kilkenny Castle
Als wir dann am nächsten Morgen nach einem vielfältigen Frühstück wieder aufbrachen, waren wir fast ein bisschen wehmütig, denn unser Ziel war unsere Unterkunft in Dublin. Und somit das Ende der ländlichen Ruhe und Entspanntheit. Wir machten auf dem Weg ein paar Umwege, da wir noch reichlich Zeit hatten. So sahen wir uns dann auch Kilkenny Castle in Kilkenny an und fuhren von dort fast ausschließlich über kleinere Landstraßen weiter.

Pünktlich um 15 Uhr kamen wir schließlich bei unserer Unterkunft an. Ein über AirBnb gebuchtes Zimmer im Haus eines schwulen Pärchens. Wir luden unser Gepäck aus und machten uns dann gleich auf den Weg zur Autovermietung, um das Auto abzugeben. Dies war bereits im Vorfeld so vereinbart, denn in Dublin ist ein Auto wirklich nicht notwendig und neben den Mietkosten auch mit Parkplatzproblemen verbunden.

Mit dem Airlink Express Bus ging es dann von der Autovermietung am Flughafen wieder zurück in die Stadt. Ein Tipp für alle, die einen Städtetrip nach Dublin machen wollen. Der Airlink Express hält in der Nähe von vielen Hotels und beim Ticketkauf kann gleich ein Kombiticket gekauft werden, mit dem sich wirklich gut sparen lässt. Einerseits kann man schon ein bisschen was sparen, wenn man Hin- und Rückfahrticket gemeinsam kauft. Anderseits gibt es dann zusätzlich noch die Möglichkeit, ein Ticket für eine Sightseeing Buslinie dazu zunehmen und da spart man dann schon wirklich einiges.

Zurück in der Unterkunft bezogen wir erstmal unser Zimmer und machten uns frisch, um uns dann auf den Weg zum Abendessen zu machen. Beim Essen waren wir dann wie erschlagen, nachdem wir festgestellt hatten, dass unser Zimmer so gar nicht toll war und nicht so aussah wie auf den Fotos. Es beinhaltete nur ein Schrankbett und daneben war gerade noch genug Platz, um unsere Taschen abstellen zu können und die Balkontür zu erreichen. Das Bad konnte nicht abgeschlossen werden und Frühstück gab es anders als angegeben auch nicht. Das Essen war sättigend, mehr aber auch nicht. Und irgendwie war die Lust, Dublin zu erkunden nicht mehr so groß. Wir nutzten die Zeit beim Essen, um nach Hotel-Alternativen zu suchen, aber so kurzfristig hätten wir nur etwas Schweineteures bekommen oder ein Bett im Schlafsaal einer Jugendherberge. So beschlossen wir, das Beste daraus zu machen. Und wieviel Zeit verbringt man denn schon im Zimmer.

Europas Größter Park in Dublin
Am nächsten Morgen besorgten wir uns im nahegelegenen Spar alles, was wir für ein leckeres Frühstück brauchten und machten uns dann gemütlich auf den Weg, Dublin zu erkunden. Wir waren den ganzen Tag immer abwechselnd mit dem Sightseeing Bus und zu Fuß unterwegs. Wir hatten Spaß und sahen wirklich viel. Die Busfahrer waren alle viel freundlicher als man es von zu Hause gewohnt ist und vor allem so gut gelaunt. Die Infos zur Stadt erzählten die Busfahrer während der Fahrt selbst und einer sang uns sogar ein typisches irisches Lied vor. Ein paar der Passagiere stimmten sogar mit ein, wovon der Fahrer sichtlich gerührt war und sich bedankte.

fantastisches Steak im The Riddler
Zwischendurch genehmigten wir mal in einem der vielen Pubs Pause und waren auch hier sofort in ein Gespräch mit der Barkeeperin verwickelt. Als wir schließlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen hatten, machten wir uns auf in unsere Unterkunft um uns ein wenig auszuruhen bevor wir dann Abendessen gingen. Und diesmal kamen wir wieder vollkommen auf unsere Kosten. Nur 5 Minuten Fußmarsch entfernt im Restaurant The Riddler genossen wir dann ein perfektes letztes Abendessen. Hier gibt es übrigens auch ein Early-Bird Menü, womit man gut sparen kann, wenn man vor einer bestimmten Uhrzeit Essen geht. Ich kann mich allerdings nicht mehr genau erinnern, ob dann 18 oder 19 Uhr die Grenze dafür war. Nach dem Essen machten wir noch einen Abstecher in ein Pub, um die Atmosphäre zu genießen.

Am nächsten Tag schliefen wir uns dann noch in Ruhe aus, frühstückten gemütlich und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen. Viel zu schnell war dieser Traumurlaub vergangen.

Ich hoffe, ich konnte in euch ein bisschen die Reiselust wecken. Und wie bereits gesagt, bei Fragen zu Irland bzw. zum Reisen in Irland helfe ich gerne weiter. Hinterlasst mir dazu einfach einen Kommentar oder schreibt mich direkt über das Kontaktformular an.

Und wohin euch der Weg führt, vergesst nicht, die Welt hat so viel zu bieten und will entdeckt und werden.

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