Donnerstag, 14. Juni 2018

Mutig von Rose McGowan

Inhalt

MUTIG sein heißt, ein Leben ohne Skript zu führen: angstfrei, siegesgewiss, wütend, smart, scharfsinnig, hemmungslos, kontrovers und real as f*ck.

MUTIG ist das unverstellte, ehrliche und schlagfertige Enthüllungsbuch einer Ikone der Millennium-Generation, einer angstfreien Aktivistin, die für den gesellschaftlichen Wandel einsteht und kein Blatt vor den Mund nimmt, um die Missstände der Unterhaltungsindustrie aufzudecken und gängige Klischees von Ruhm und Erfolg bloßzustellen. Rose McGowan bringt Licht in die dunkelsten Ecken der Traumfabrik Hollywood, die systematisch auf Sexismus aufgebaut wurde. Jetzt will sie Menschen auf der ganzen Welt dazu ermutigen, endlich aufzuwachen und MUTIG zu sein.

»Ihr werdet lesen, wie mein Leben mich von einer Sekte in die nächste, in die größte Sekte von allen getrieben hat: Hollywood. In MUTIG erzähle ich, wie ich mich aus diesen Sekten befreien und mein Leben zurückerobern konnte. Und ich will, dass ihr es auch tut.«


Meine Meinung

Rose McGowan erzählt unverblümt von ihrer harten Kindheit in einer Sekte. Sie und ihre Geschwister wurden zwischen den Eltern hin- und hergereicht. Irgendwann musste sie dann feststellen, dass ihr Vater ebenfalls brutale Neigungen hat. Ihre Mutter wiederum bevorzugt immer wieder die Männer in ihrem Leben gegenüber ihren Kindern und so entwickelte sich Rose zu einer punkigen Ausreißerin.

Durch Zufall landete sie schließlich in Hollywood und wurde zum Opfer des perversen Weinstein. Auch wenn sie ihn in ihrem Buch immer nur als Monster bezeichnet, so ist doch seine Identität leicht herauszufinden.

Ja, diese Frau musste schreckliches erleben und hat es sich durch ihren furchtbaren Männergeschmack sicher nicht leichter gemacht. Wenn sie ihr Schicksal jedoch so darstellt, als hätte sie keine Wahl gehabt, dann frage ich mich schon.  Bei der Schilderung wie sie von ihrem reichen Freund nicht ausziehen konnte, da sie sonst ja auf der Straße stehen würde dachte ich noch, da war sie halt noch verdammt jung, ok. Aber wie war das nach der Vergewaltigung?

Sie hätte damals schon alles öffentlich machen können und damit anderen jungen Frauen vielleicht ein derartiges Schicksal ersparen können. Aber da sie scheinbar immer den leichtesten Weg gesucht hat, hat sie sich entschieden zu schweigen. Um ihre Karriere nicht zu gefährden. Das mag verständlich sein. Doch in ihrem Buch prangert sie nun jeden als mitschuldig an, der Bescheid wusste und nichts unternommen hat. Dass alle diese Personen gleich schuldig sind, wie das Monster selbst. Und das, nachdem sie selbst ebenfalls 20 Jahre lang Bescheid wusste und nichts gemacht hat.

Fast scheint es, als hätte sie nur deshalb ausgepackt, weil sich ihre Karriere ohnehin bereits auf Talfahrt befunden hat. Und da kann man dann schließlich endlich sein Schweigen brechen weil man nichts mehr zu verlieren hat.


Mein Fazit

Vieles von dem, was sie in ihrem Buch schreibt, war dringend mal nötig, gesagt zu werden. Doch gerade gegen Ende geht es mir dann doch etwas zu viel um Selbstmarketing. Von Hinweisen auf ihre CD bis hin zu ihre Kosmetiklinie.




Gesamtbewertung ★★★✰✰

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen