Montag, 23. April 2018

Welttag des Buches

Bücher waren meine erste große Liebe – und das sind sie noch. Schon als Kind fand ich es faszinierend, wie viele Gefühle ein Buch transportieren kann. Ich war damals eine Außenseiterin, weil ich bei meinen Großeltern lebte und zusätzlich auch noch pummelig war. Da war es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass ich schon früh Zuflucht in dieser alternativen Realität gesucht habe. Glücklicherweise hat sich mein Leben was das betrifft wesentlich verändert und Bücher sind nun keine Verstecke mehr für mich. Meine Liebe zum geschriebenen Wort ist jedoch geblieben.

 

Bin ich süchtig nach Büchern? Ja, ziemlich sicher. Ganz egal wo ich gerade bin, wenn ich ein bisschen Zeit übrighabe – selbst wenn es nur ein paar Minuten sind – lese ich. Besonders einfach geht das, seit ich ein E-Book Flatrate App auf meinem Handy habe.  Aber die meiste Lesezeit verbringe ich mit Printausgaben. Es ist einfach nicht das Gleiche, auf einem Bildschirm zu lesen. Das Gewicht und der typische Geruch fehlen mir dann immer. Zuhause lese ich fast nur „echte“ Bücher und unterwegs lese ich meist im gleichen Buch in der „Skoobe“ App weiter.

Eintauchen in fremde Geschichten ist schon etwas ganz Besonderes. Und anders als bei Filmen oder Serien hat man bei Büchern oft einen viel direkteren Zugang zu den Emotionen – allein schon durch die Erzählung in der Ich-Perspektive. Zusätzlich hat man dann auch noch mehr Zeit um die Charaktere kennenzulernen und sich auf diese einzulassen. Ich befinde mich beim Lesen eines spannenden Buchs oft direkt in dieser erfundenen Welt und alles andere um mich herum existiert dann erstmal nicht mehr.

Die Welt der Bücher ist wirklich eine ganz Außergewöhnliche. Sie beflügelt die Fantasie und lädt zum Träumen ein. Nie werde ich die emotionsgeladene Reise auf dem PCT mit Cheryl Strayed vergessen oder die Geschichten von Paulo Coelho, die unterhalten und ganz nebenbei immer wieder zum Nachdenken anregen. Etwas ganz Besonderes war für mich auch das erste Daivd Gemmell Buch, das ich nur meinem Freund zuliebe begonnen hatte. Dieses Buch war mein erstes Fantasy Buch, das nicht für Jugendliche geschrieben wurde. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es trotz meiner Skepsis angefangen habe, denn binnen ein paar Stunden war ich fertig und wollte mehr von dem Autor lesen.

So viele großartige Geschichten durfte ich schon kennenlernen und so viele warten noch darauf, entdeckt zu werden. Hier noch ein paar Leseempfehlungen von mir inklusive Links zu den Büchern auf Amazon:

Die Welt in Gemmells Büchern erinnert stark an die Frühe Neuzeit bzw. ans Mittelalter. Es wird noch mit Schwertern gekämpft und Pferdekutschen bringen einen von A nach B. Das Ganze ist gemischt mit einer guten Portion Magie und so großartig geschrieben, dass man die Ereignisse direkt bildlich vor sich sieht und das Buch nicht mehr weglegen kann. Und auch wenn der Autor mittlerweile längst verstorben ist – schluchz – warten noch viele weitere Bücher.

Diese großartige, wahre Geschichte erzählt vom Selbstfindungsprozess einer jungen Frau, deren Leben ein einziger Scherbenhaufen ist und die durch die Zeit alleine in der Natur wieder einen Sinn für ihre Zukunft findet. Bewegend und mit viel Tiefgang geschildert.

Der französische Psychiater und Schriftsteller philosophiert über die Liebe. Mit faszinierenden Beschreibungen und Einblicken sind diese Anekdoten auch für Nicht-Romantiker empfehlenswert. Denn hier wird keine Schnulze wiedergekäut sondern ernsthaft philosophiert. Auch die anderen Bücher dieses Autors sind durchaus empfehlenswert, wobei sich jedes mit einem speziellen Thema auseinandersetzt.

Hierbei handelt es sich um einen klassischen Science Fiction Roman, der jedoch auch gleichzeitig ein dystopischer Krimi ist. Es ist das erste Buch des Foundation-Zyklus und somit auch das Verbindungsglied zu Asimovs Roboter-Kurzgeschichten. Durch die Handlung und die Erzählweise eignet sich dieses Buch bestens für einen ersten Kontakt mit diesem Genre.

Elizabeth Gilbert erzählt in diesem Buch von ihrer eigenen Selbstfindungsreise. Drei Länder bereist sie darin und lernt dort die jeweilige Lebensphilosophie kennen. Das süße Nichtstun in Italien, Meditationen in Indien und Balance auf Bali. Dieser ehrliche und bewegende Erfahrungsbericht ist nicht umsonst zu einem internationalen Bestseller geworden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen