Sonntag, 4. März 2018

Finde mich - bevor sie es tun von J.S. Monroe



Inhalt

Mitten in der Nacht geht Rosa Sandhoe zum Cromer Pier. Sie blickt ins tosende Wasser – und sie springt. Der Tod einer jungen Studentin, die gerade ihren Vater verloren hat. Tragisch, aber nicht unerwartet.
  
Seither sind fünf Jahre vergangen, und Rosas Freund Jar glaubt noch immer nicht an ihren Selbstmord. Wie ein Besessener klammert er sich an die Vergangenheit. Und plötzlich bekommt er eine Nachricht von Rosa: Finde mich, Jar. Finde mich, bevor sie es tun.
 
Was geschah wirklich in der Nacht am Cromer Pier? Ist Rosa gar nicht tot? Und wenn doch, wer spielt dann dieses grausame Spiel mit Jar?


Meine Meinung

Verschwörung oder Psychospielchen – womit hat es Protagonist Jar hier wirklich zu tun? Als er fünf Jahre nach Rosas Tod glaubt, sie am Bahnhof gesehen zu haben, empfiehlt ihm sein Freund Carl die Psychiaterin Kirsten aufzusuchen, die auf Trauerhalluzinationen spezialisiert ist. Zur gleichen Zeit erhält er jedoch von Rosas Tante eine Festplatte, auf der angeblich ein Tagebuch von Rosa ist – nur ist die Datei leider beschädigt. Ein Bekannter von Carl findet heraus, dass die Datei nicht beschädigt, sondern nur verschlüsselt ist und beginnt für Jar mit der Entschlüsselung. Doch warum interessiert sich plötzlich auch die Polizei für diese Festplatte. War Rosa etwa für einen Geheimdienst tätig?

Diese Handlung ist bestens durchdacht und man wird von Kapitel zu Kapitel immer wieder in die Irre geführt sobald man denkt, eine Lösung vor sich sehen zu können. Die Spannung steigt kontinuierlich und der Autor mischt gekonnt Elemente aus Krimi und Thriller zu einer stimmigen Geschichte. Durch den tollen Schreibstil ist die Geschichte schnell und flüssig zu lesen.

Erzählt wird abwechselnd aus verschiedenen Blickwinkeln, wobei jedoch leider gerade am Anfang nicht immer ganz klar war, wer denn hier nun erzählt. Für allzu schwache Nerven ist dieses Buch jedoch nicht geeignet, da im zweiten Teil dann noch eine Erzählstimme hinzukommt und diese leider einen Hang zu Grausamkeiten und Tierversuchen hat.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem deshalb, weil ich bis zuletzt nicht wusste, was wirklich mit Rosa passiert war. Zeitweilig habe ich mich sogar gefragt, ob es wohl darauf hinausläuft, dass Jar einfach nur eine schwere Psychose wegen des Verlust erlitten hat und deshalb Wahnvorstellungen hat. Das Ende hat mich dann aber doch sehr überrascht.

Danke an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.


Mein Fazit

Ein Thriller der die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Leser fordert, diese aber auch wirklich verdient. Ich kann das Buch nur empfehlen.


Gesamtbewertung ★★★★✰


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