Freitag, 2. März 2018

DNA von Yrsa Sigurdardóttir



Inhalt

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.


Meine Meinung

Ein sehr gut gelungener Thriller. Der Prolog spielt im Jahr 1987. In einer Behörde werden die getrennten Adoptionen dreier Geschwister entschieden. Die Konsequenzen die sich aus dieser Trennung Jahrzehnte später ergeben, sind erschütternd. Mit dem ersten Kapitel folgt der Wechsel in die Gegenwart und man erlebt einen schrecklichen Mord, der mir sicher noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird.

Damit gelingt der Autorin jedenfalls gleich ein spannender Einstieg in die Handlung. Die Ermittlungsarbeit wird detailliert beschrieben ohne langatmig zu sein und der Aufbau der Handlung ist wirklich gut durchdacht. Sowohl Kommissar Huldar als auch Freyja waren mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich hätte mir durchaus mehr Kapitel aus deren Perspektiven gewünscht. Dafür hätten dann gerne die Passagen von Karl etwas gekürzt werden dürfen, da diese für meinen Geschmack etwas zu ausführlich waren.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig zu lesen, schafft eine besonders eindringliche Atmosphäre und vermag zu fesseln. Auch der grundsätzlich recht ruhige Erzählton hat mir sehr gefallen. Die Schilderungen der Morde sind jedoch nichts für schwache Nerven, da sie zwar fantasievoll aber auch recht grausam inszeniert sind.

Die Auflösung wer den nun der Mörder war, war für mich vollkommen überraschend und schockierend. Allerdings ist es aufgrund der Zusammenhänge die sich offenbaren auch sehr glaubwürdig.

Eine besondere Erwähnung ist auf jeden Fall auch das Cover wert, dass nicht besser zu der Handlung passen könnte! Die Geschichte rund um Kommissar Huldar und Freyja geht im zweiten Band („Sog“) dieser neuen Reihe weiter.


Mein Fazit

Sehr spannender Thriller, der zu Überraschen weiß! 
Danke an btb für das Rezensionsexemplar.


Gesamtbewertung ★★★★✰


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