Dienstag, 2. Januar 2018

Die Zitronenschwestern von Valentina Cebeni



Inhalt


Elettras früheste Kindheitserinnerung ist der Duft von Anisbrötchen. Ihre Mutter war eine begnadete Bäckerin, deren Köstlichkeiten direkt den Weg zum Herzen der Menschen fanden. Doch seit sie schwer erkrankt ist, steuert die Bäckerei der Familie auf den Bankrott zu. Und Elettra ist ganz auf sich allein gestellt, denn sie erfuhr nie, wer ihr Vater ist. Als sie von einer kleinen Insel im Mittelmeer hört, auf der ihre Mutter die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht haben soll, reist sie kurz entschlossen dorthin. Inmitten von Zitronenhainen stößt sie auf ein verlassenes Kloster, das eine alte Liebe verbirgt – und vielleicht das große Glück.


Meine Meinung

Elettra ist eine selbstbewusste junge Frau, die jedoch nichts über ihren Vater weiß und kaum etwas über das Leben ihrer Mutter bevor sie zur Welt kam. Nun liegt ihre Mutter im Koma und Elettra findet Hinweise auf eine Insel, die Isola del Titano. Sie begibt sich auf die Reise zum mittlerweile entweihten Kloster auf dieser Insel und schließt sich einer Gruppe von Frauen an, die noch dort leben. Schon bald findet sie dort weitere Hinweise auf ihre Mutter, allerdings gibt es dort auch jemanden, der sie von ihrer Suche abhalten will.

Schon bald wird Elettra die Köchin und Bäckerin im Haus und versucht mit aller Kraft die Frauen bei der Rettung des Klosters zu unterstützen, da sie sich hier ihrer Mutter näher fühlt als jemals zuvor. Und dann ist da auch noch der schweigsame Künstler Adrian. Doch auch Lea, die als Waise im Kloster aufgewachsen ist, scheint an ihm interessiert.

Der Schreibstil ist angenehm, gefühlvoll und leicht und die detailreichen Beschreibungen lassen einen beim Lesen vollkommen in die Welt der Insel eintauchen – ein Gefühl als wäre man selbst am Meer. Auch die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere ist gut gelungen. Was ich besonders schön fand, war dass die Rezepte der wichtigsten Leckereien auch gleich noch im Buch angegeben sind.

Was ich jedoch etwas unglaubwürdig fand, war die Stellung der Witwen in der Gesellschaft und auch im allgemeinen die Stellung der Frauen auf der Insel. Im Anbetracht ihrer scheinbar großen Überzahl ist es für mich geradezu unverständlich warum sich diese von den Männern derart unterdrücken lassen. Besonders in der heutigen Zeit!

Danke an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.


Mein Fazit

Ein netter Roman, der durchaus auch mal nachdenklich stimmt. Für alle die eine ruhige Urlaubseinstimmung suchen ist dieses Buch perfekt, jemand der jedoch auf der Suche nach Action und großer Spannung ist, wird damit nicht glücklich sein.


Gesamtbewertung ★★★✰✰


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