Sonntag, 8. Oktober 2017

Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho



Inhalt

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise 'Verrücktheit', die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.


Meine Meinung

Ein Buch mit einem traurigen Titel aber mit einer lebensbejahenden Botschaft!

Die 24-jährige Veronika führt ein ganz gewöhnliches Leben und kommt aufgrund der Leere ihres Daseins zu dem Schluss, es wäre besser sich umzubringen, als in dieser Eintönigkeit weiterzuleben. Sie will ihren Plan in die Tat umsetzen und nimmt einen Haufen Schlaftabletten. Als sie wider Erwarten wieder aufwacht, befindet sie sich in einer psychiatrischen Einrichtung. Ihre Ärzte eröffnen ihr jedoch, dass die Tabletten ihr Herz irreparabel geschädigt hätten und ihr nur noch etwa eine Woche bleibt.

In dieser Zeit lernt sie andere Patienten kennen und durch deren Worte auch endlich ihr eigenes Wesen. Es wird klar, dass das Leben viel Mut erfordert um die eigenen Ansichten zu vertreten und seine Pläne umzusetzen. Verrücktheit ist eben doch nur eine Ansichtssache und das Leben bedarf zumindest einer kleinen Portion davon, um es wirklich genießen zu können.

Mit Veronika ist dem Autor eine lebensechte und sympathische Protagonistin gelungen, die sich im Lauf der Geschichte grundlegend verändert. Dies kann man als Leser besonders direkt verfolgen, da man die Handlung zum größten Teil aus ihrer Perspektive erlebt.

Das Buch an sich ist nicht besonders lang und der Schreibstil ist zwar leicht verständlich aber trotzdem auch sehr poetisch. Besonders die Aussage von Dr. Igor wird mir noch lange in Erinnerung bleiben: „Je glücklicher die Menschen sein können, desto unglücklicher werden sie.“ Denn dieser Satz regt doch zum Nachdenken an. Gerade die Menschen, die im relativen Wohlstand leben, sich keine Sorgen machen müssen um den Kauf von Lebensmitteln und sich sogar einen gewissen Luxus wie Urlaub und dergleichen leisten können, sind oft diejenigen, die am unglücklichsten sind.


Mein Fazit

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Leben und was es alles zu bieten hat, wenn man sich nur einmal kurz Zeit nimmt um hinzusehen, und den Mut aufbringt manches anders zu machen, als es Andere von einem erwarten.


Gesamtbewertung ★★★★✰

Kommentare:

  1. Hallo Julia,
    schön, über dieses Buch auch bei dir zu stolpern! Ich habe das Buch letztes Jahr als Hörbuch gehört und war ebenso fasziniert. HIER ist meine Rezi.
    Wusstest du, dass das Buch auch verfilmt wurde? Leider spielt es im Film nicht in Slowenien, sondern in Amerika. Ich werde mir den Film dennoch anschauen. Möchte sehen, wie er umgesetzt worden ist. :-)
    GlG vom monerl

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  2. Hey Monerl,

    ja, ich kenne die Verfilmung. Hab den Film gesehen bevor ich das Buch gelesen hab und ich denke dass war auch ganz gut so. Denn es ist doch einiges anders. Gut fand ich den Film damals aber schon - aber ich mag auch Sarah Michelle Gellar als Schauspielerin recht gerne.

    Lg Julia

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    1. Ah, das ist ja super! Ich mag die Schauspielerin auch sehr. Ich sollte den Film bald schauen, damit mir die Unterschiede noch auffallen. ;-)
      GlG, monerl

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  3. Also die werden dir sicher auffallen - sind doch mitunter nicht so klein ;)
    LG Julia

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