Dienstag, 4. Juli 2017

Agatha Raisin und die tote Urlauberin von M.C. Beaton



Inhalt

Agatha Raisin ist fassungslos: Ihr Verlobter James hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Nach Zypern. Dorthin, wo sie die Flitterwochen verbringen wollten. Eigentlich. Bevor er die Hochzeit platzen ließ. Doch Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie tatenlos zusehen würde, wie ihr Glück den Bach runtergeht. Beherzt packt sie ihre Koffer und reist James hinterher. Doch Agathas Traum von der romantischen Versöhnung unter mediterraner Sonne ist schnell ausgeträumt: Kaum gelandet, muss sie sich mit englischen Urlaubern und einem Mörder rumschlagen, der es auf ebendiese abgesehen hat …


Meine Meinung

Im sechsten Teil der Agatha Raisin Serie verschlägt es Agatha nach Nordzypern, wo sie sich auf die Suche nach James macht, denn der ist ja am Ende des vorigen Buchs einfach nach Zypern abgehauen als sich Agatha noch im Krankenhaus erholte. Kaum hat sie ihn jedoch gefunden, haben es die beiden schon mit der Leiche einer englischen Urlauberin zu tun.

Natürlich beginnen die beiden auch hier wieder zu ermitteln – gelten sie doch beide als Verdächtige. Allerdings gestalten sich die Ermittlungen für Agatha alles andere als sicher, nur knapp kann sie zwei Mordanschlägen entgehen. Trotz der Zusammenarbeit bleibt James Agatha gegenüber sehr unterkühlt, wenngleich er einige Male eifersüchtig wirkt.

Und ab hier bitte Achtung, es gibt mal ein paar Spoiler mehr als üblich.  Grundsätzlich fand ich ja die Idee für diesen Teil nicht schlecht und man hätte sicher etwas daraus machen können, allerdings ist genau das nicht passiert.

Die ach so verliebte Agatha geht mit Sir Charles ins Bett, James küsst (und mehr?) eine junge Unbekannte und verschwindet plötzlich während der Ermittlungen in ein anderes Land. Wieder hinterlässt er nur einen Brief für Agatha, deren neuer „Verehrer“ plötzlich Sir Charles ist, der ihr in einem früheren Band recht unsympathisch war.

Generell kann man die Handlung dieses Teils bestenfalls als seicht bezeichnen, die Nebencharaktere sind farblos und unsympathisch gezeichnet und die versuchte Einbeziehung der neuen Örtlichkeit lässt auch gewaltig zu wünschen übrig – fast als wären alle Informationen der Autorin über Zypern einem schlechten Reiseführer entsprungen.

Die Tatsache das Agatha James ja fast schon wie eine Besessene nachläuft, finde ich im Anbetracht ihrer Lebensgeschichte als die unwahrscheinlichste aller Entwicklungen und die von ihm ausgestrahlte Ambivalenz ist mittlerweile auch schon langweilig. Was jedoch bei mir wirklich dafür gesorgt hat, dass ich heilfroh war, als James wieder einmal verschwand, ist die Tatsache, dass er in diesem Teil sogar so weit geht und Agatha vor den anderen Touristen absichtlich lächerlich macht – und das nicht nur einmal.


Mein Fazit

Ich habe beim Lesen dieses Buches nicht nur Carsely sondern auch Agathas normalerweise recht vorwitziges Auftreten vermisst. Meiner Meinung nach war dies das bisher schlechteste Buch dieser Reihe. Ich hoffe jedoch darauf, dass der nächste Teil wieder zu seiner alten Form zurückfindet.


Gesamtbewertung ★★✰✰


Reihenfolgeinfo der Agatha-Raisin-Reihe
  1. Agatha Raisin und der tote Richter
  2. Agatha Raisin und der tote Tierarzt
  3. Agatha Raisin und die tote Gärtnerin
  4. Agatha Raisin und die tote im Feld
  5. Agatha Raisin und der tote Ehemann
  6. Agatha Raisin und die tote Urlauberin
  7. Agatha Raisin und der Tote im Wasser
  8. Agatha Raisin und der tote Friseur
  9. Agatha Raisin und die tote Hexe
  10. Agatha Raisin und der tote Gutsherr
Im englischen Original sind bereits 28 Bände erschienen. Bei uns ist mittlerweile Band 10 fürs Frühjahr 2018 angekündigt.

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